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Intervalltraining
Intervalltraining dient
hauptsächlich der Leistungssteigerung. Hier gibt's ein paar Hinweise
zu dieser Trainingsvariante.
Effektiver Rhythmus
© Henny Ray Abrams/Reuters, Quelle:
www.stern.de/laufen
Immer im durchgehenden Tempo zu rennen, ist auf Dauer öde und wenig
wirksam. Schlaue Läufer spielen deshalb unterwegs mit der
Geschwindigkeit.
Viele Hobbyläufer könnten mit ihrem Training den Europapokal der
Langweiler gewinnen: Immer dieselbe Strecke, dieselbe Richtung, dasselbe
Tempo. Das ewige Einerlei ist nicht nur eintönig, es mindert auch den
Erfolg. Denn: "Der Körper braucht unterschiedliche Belastungsreize,
damit er leistungsfähiger werden kann", sagt Pedro Gonzalez,
Sportwissenschaftler und Privattrainer.
Gleichbleibendes Tempo ermöglicht es Anfängern, sich an eine
Streckenlänge zu gewöhnen. Doch nach kurzer Zeit reicht das nicht mehr
aus. Gonzalez: "Ist eine ausreichende Grundkondition da, kann man in
manchen Trainingseinheiten die Geschwindigkeit während eines Laufs
variieren." Dafür bieten sich zwei Möglichkeiten an: Fahrtspiel und
Intervallläufe. Pendelt der Athlet unregelmäßig zwischen lockerem Trab
und strammem Tempo, spielt er mit der Fahrt; wechseln sich schnelle und
langsame Phasen dagegen in festen Abständen ab, handelt es sich um ein
Intervalltraining.
Leistungsfähigkeit steigern
"Gerade solche Intervalleinheiten sind besonders effektiv, weil sich
der Körper durch kurzzeitig starke Belastungen an die Sauerstoffschuld
gewöhnt. So wird die Leistungsfähigkeit gesteigert", sagt Gonzalez. "Das
merkt man mitunter bereits eine Woche später, wenn man die übliche Runde
etwas schneller schafft."
Fachleute unterscheiden zwischen intensiven und extensiven Intervallen.
Die intensive Form fordert den Läufer kurz (zwischen 30 Sekunden und
zwei Minuten), aber heftig (oberhalb der anaeroben Schwelle); die
extensive Alternative dauert länger (zwischen zwei und zehn Minuten),
belastet allerdings auch nicht so stark (unterhalb der anaeroben
Schwelle).
Kräfte gut einteilen
Gonzalez empfiehlt Hobbyathleten, in einer extensiven
Intervalleinheit nach dem rund zehnminütigen lockeren Einlaufen
mindestens drei bis vier, am besten fünf bis sechs Tempophasen
einzubauen, unterbrochen von ebenso langen Erholungspausen mit lockerem
Trab. Dabei sollte der Unterschied bei den Pulsfrequenzen zwischen den
schnellen und ruhigeren Abschnitten mindestens 30 Schläge ausmachen.
Weil die anaerobe Schwelle bei jedem Menschen in einem individuellen
Pulsbereich liegt, der in einer Leistungsuntersuchung festgestellt
werden sollte, gibt es keine pauschal zu empfehlenden Herzfrequenzen für
das Training. "Wichtig ist, dass die Pulswerte in Belastungs- und
Erholungsphasen nicht verwässern", sagt Gonzalez. "
Oft verfallen Sportler in einen leichten Wechsellauf mit nahezu
durchgehenden Herzfrequenzen wie beim gewöhnlichen Dauerlauf." Das
passiert oft im letzten Drittel der Einheit, wenn Konzentration und
Energie nachlassen. Deshalb gilt es, sich die Kräfte gut einzuteilen und
am Anfang nicht schneller zu rennen, auch wenn man sich gut fühlt. "Im
Zweifel sollte man lieber ein Intervall dranhängen", empfiehlt der
Trainer.
Ausreichend regenerieren
Intervallläufe zählen zu den effektivsten Trainingsformen. Doch gerade
weil sie den Körper besonders fordern, sollte man es damit nicht
übertreiben. "Wenn man dreimal in der Woche trainiert, reicht eine
Intervalleinheit aus", sagt Gonzalez. Mehr würde den Körper zu sehr
belasten. Wichtig: Vor und nach dem Intervalltraining einen Tag Pause
einlegen, um ausgeruht in die Läufe zu gehen, und sich danach
ausreichend zu regenerieren!
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